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Lehrstuhl für Thermoprozesstechnik // Montanuniversität Leoben
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Prozess- und Anlagensicherheit

In der Betrachtung vieler Abläufe des täglichen Lebens sind die Begriffe Risiko und Sicherheit mehr präsent denn je. Die modernen Methoden der medialen Berichterstattung konfrontieren uns ständig mit den Auswirkungen katastrophaler Ereignisse und generieren somit auch ein gesteigertes Sicherheitsbedürfnis in der Bevölkerung.

Industrielle Produktionsprozesse sind grundsätzlich sowohl mit hohen wirtschaftlichen, als auch mit technischen Risiken behaftet. Deshalb ist gerade der Bereich der Prozess- und Anlagensicherheit eine jener Herausforderungen welche die Durchführung und Gestaltung industrieller Prozesse maßgeblich mitbestimmen. Qualitativ hochwertige Prozesse und Produkte können nur dann erfolgreich sein, wenn sie auch sicher sind.

Der Forschungsbereich Prozess- und Anlagensicherheit am Lehrstuhl für Thermoprozesstechnik (TPT) versucht jene Entwicklungen zu begleiten und maßgeblich voran zu treiben, die auch in Zukunft ein hohes Maß an Sicherheit in der Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen sowie in der Herstellung von Produkten gewährleisten.

Prozessanlagensicherheit

Die Arbeitsgruppe Prozess- und Anlagensicherheit am TPT beschäftigt sich derzeit hauptsächlich mit Fragestellungen aus dem Bereich des industriellen Brand- und Explosionsschutzes sowie der inner- und außerbetrieblichen Gefahrenabwehr. Mit modernen experimentellen und mathematischen Methoden werden anhand konkreter Fragestellungen aus der Industrie, die wissenschaftlichen Grundlagen für aktuelle und zukünftige sicherheitsrelevante Fragestellungen erarbeitet.

Im Bereich Brandschutz liegt der Schwerpunkt der Arbeitsgruppe in der Erforschung von Selbsterwärmungs- und Selbstentzündungsprozessen, die bei der Lagerung von brennbaren Schüttgütern auftreten. Brände in Lagern stellen ein hohes wirtschaftliches und umweltschutztechnisches Risiko dar. Gemeinsam mit der Arbeitsgruppe „Modellierung und Simulation“ wird das Verhalten von Lagern mit brennbaren Schüttgütern sowohl experimentell, als auch mittels modernen Simulationsmethoden beschrieben.

Mit dem Auftreten von Explosionen ist bei nahezu allen Prozessen zu Rechnen, in denen brennbare flüssige, gasförmige oder auch feste Stoffe verarbeitet oder produziert werden. Staubexplosionsgefahren sind in Bereichen wie z.B. der Energie- und Rohstoffversorgung, der chemischen Industrie oder der Abfallbehandlung und Verwertung, ein teilweise unterschätztes Risiko. Auf das Gebiet des Staubexplosionsschutzes wird deshalb seitens der Forschung am Lehrstuhl für Thermoprozesstechnik ein besonderes Augenmerk gelegt. Hierbei stehen branchenbezogene Themen (z.B. Explosionsschutz in Abfallbehandlungsanlagen) aber auch Grundlagenthemen im Fokus. Seitens der Grundlagenforschung werden Themen wie der Einfluss von Inertstoffen auf das Explosionsverhalten brennbarer Stäube oder die Effekte von nichtatmosphärischen Bedingungen auf die Flammenfortpflanzung untersucht.

Prozessanlagensicherheit2 1

Störfälle und Industriekatastrophen stellen auch besondere Anforderungen an die Kräfte der inner- und außerbetrieblichen Gefahrenabwehr. Im Rahmen der Forschungstätigkeiten werden Maßnahmen und Systeme zur Gefahrenabwehr gemeinsam mit Bedarfsträgern wie Feuerwehr, Militär oder Behörden erarbeitet und optimiert. Die Forschungstätigkeiten umfassen hierbei zum Beispiel Arbeiten zur Ausbreitung und Abwehr von toxischen Gasen oder den Auswirkungen von Bränden und Explosionen.

Hannes Kern

Hannes Kern

Ass. Prof. Dipl.-Ing. Dr.mont.
Assistenzprofessor

Telefon: +43 3842 402 5825
E-Mail: hannes.kern@unileoben.ac.at

 
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